Montag, 21. Februar 2011

Homecoming!






Nach fünf Monaten ist es auch schon zu Ende!!
Ich habe so viel erlebt, dass es wahrscheinlich ein bisschen Zeit braucht, um alles abrufen zu können, sortierte Bilder anzusehen und jedem, der sie hören will, meine Geschichten zu erzählen, aber eines kann man vorweg sagen: es war nicht die Landschaft, die mich am meisten begeistert hat, obwohl es unzählige Augenblicke gab, wo man die Augen aufgemacht hat und einem die Kinnlade heruntergeklappt ist! - Es waren definitiv die vielen Menschen die man getroffen hat und mit denen man herumgereist ist. Traveller aus aller Welt, Rugbyspieler, Maoris ohne Strom und fließendes Wasser und ganz ganz viele andere Menschen die alle Paradebeispiele für die neuseeländische Gastfreundschaft waren.
Die wohl wichtigste Sache, die ich gelernt habe ist, dass ich bei der nächsten Reise mit einem viel kleineren Rucksack auskomme - ganz egal, ob es in Afrika, Asien oder in den USA ist.
Als ich nach Neuseeland gereist bin, habe ich einen prall gefüllten Riesenrucksack und seinen kleinen Cousin bei mir gehabt!
Jetzt, wo ich wiederkomme, habe ich alles in einem Rucksack, habe einige unwichtige Sachen verschenkt oder weggeschmissen und bringe eine schöne Ukulele mit nach Hause, die mir in Neuseeland einige Türen geöffnet hat und viele lachende Menschen geschenkt hat - ob es über mich war oder mit mir....das weiß man manchmal nicht und das ist auch nicht so wichtig, aber nach so vielen Erfahrungen, die ich musizierend auf der Straße gesammelt habe, habe ich einiges gelernt:
1.  Es erfordert unglaublich viel Courage, unbekannten Menschen Lieder vorzuspielen, wenn man nicht weiß, ob sie ihnen gefallen!
2.  Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spaß macht :)
3.  Es macht einen unglaublich glücklich, wenn Leute anhalten und einem sagen, wie schön sie das Lied fanden (oder wenn sie einfach das grimmige Morgengesicht, nachdem sie stehen geblieben sind, gegen ein Lächeln eintauschen) - und das, obwohl man im Meer der Musiker eher ein Krebs als ein anmutig daherschwimmender Marlin zu sein scheint  :)
4.  Es geht viel viel schneller, Brücken mit Musik zu bauen als mit Kränen und Beton!

Und jetzt was persönliches: Marie, da du ja angeboten hast, etwas für mich zu kochen, wenn ich wieder da bin....lass dir was einfallen wenn du das wirklich möchtest :)
Ich freu mich, Euch alle wiederzusehen, obwohl oder gerade weil der Abschied aus Neuseeland alles andere als leicht fiel.


22.2.2011, 19:00 Frankfurt Flughafen


Vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, in meinen unregelmäßigen und unprofessionellen Beiträgen an die Welt des Internets zu stöbern!


Das war der letzte Eintrag und der Selbstzerstörungsmechanismus wird in weniger als 48 Stunden eingeleitet.

Hannes, JOhanes, Mr. Q, Jo, Yo, (um nur einige meine Kiwispitznamen zu nennen)
Der Einfachheit halber war ich meinsten unter dem Decknamen "John" unterwegs

1 Kommentar:

  1. Hat mich immer sehr unterhalten deinen Blog zu lesen, danke. Deine Neuseeland Erfahrung ist unglaublich wertvoll, weiß es zu schätzen. Genieße die ersten Tage zurück in der Heimat mit Freunden und Familie.

    -Philipp St.

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